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Gewährtes und erhaltenes Skonto

In diesem Artikel beschreiben wir, wobei es sich um Skonto handelt und wie du dies ohne großen Aufwand in sevdesk verbuchen kannst.

Dieser Artikel bezieht sich auf die Softwareversion 2.

Um herauszufinden, welche Version du verwendest, öffne einfach deinen sevdesk Account und klicke unten links auf deinen Benutzernamen.

Informationen zu Softwareversion 2


Allgemein

Skonto ist ein Preisnachlass, den du als Verkäufer deinem Kunden gewährst oder von einem Lieferanten erhältst, wenn die Rechnung innerhalb einer bestimmten, sehr kurzen Frist bezahlt wird. Das Ziel dabei ist es, den Kunden zu einer schnelleren Zahlung zu motivieren und damit die Liquidität des Unternehmens zu verbessern.

Das bedeutet zum Beispiel, dass eine Rechnung das Zahlungsziel „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, sonst 30 Tage netto“ hat - so darf der Kunde, wenn der Kunde innerhalb von 10 Tagen zahlt, 2 % vom Rechnungsbetrag abziehen. Zahlt er später, aber spätestens nach 30 Tagen, muss er den vollen Betrag ohne Abzug zahlen.

Was ist der Unterschied zu einem Rabatt?

Skonto und Rabatt sind beides Preisnachlässe, unterscheiden sich aber in ihrem Zweck und in der Art, wie sie gewährt werden:

  • Ein Rabatt ist ein allgemeiner Preisnachlass, der in der Regel bereits beim Verkauf vereinbart wird und unabhängig vom Zahlungszeitpunkt ist. Er wird zum Beispiel als Mengenrabatt, Treuerabatt oder Sonderrabatt gewährt und dient vor allem der Verkaufsförderung und Kundenbindung.

  • Ein Skonto hingegen ist ein zeitabhängiger Preisnachlass, der nur dann gewährt wird, wenn der Kunde die Rechnung innerhalb einer bestimmten Frist bezahlt. Skonto ist also an eine schnelle Zahlung gebunden und wird meist als Teil der Zahlungsbedingungen auf der Rechnung angegeben.

Weitere allgemeine Informationen rund um das Thema Skonto kannst du in den folgenden Ratgeberbeiträgen lesen:

1. Gewährtes Skonto einer Ausgangsrechnung

Dein Kunde überweist auf deine Rechnungen einen um Skonto verminderten Betrag. Nun hast du eine Differenz zwischen deiner Rechnung und der erhaltenen Zahlung. Die Differenz erfasst du nun durch einen Differenzgrund oder einen zusätzlichen Ausgabebeleg als Skonto.

Je nachdem, welchem Steuersatz deine Waren oder Dienstleistungen unterliegen, verwendest du eines der folgenden Konten:

SKR03

SKR04

Bezeichnung

8730

4730

Gewährte Skonti

8731

4731

Gewährte Skonti 7 % USt

8736

4736

Gewährte Skonti 19 % USt

8745

4745

Gewährte Skonti steuerpflichtige EU-Lieferungen

Hinweis:

Bitte spreche dich im Zweifelsfall mit dem Steuerberater ab, welches Buchungskonto bezüglich des Skontos auf deinen Fall zutrifft.

1.1. Skonto durch einen Differenzgrund erfassen (empfohlen)

Du klickst in der Ausgabe auf als bezahlt markieren und wählst das angebundene Onlinekonto aus. Alternativ kannst du auch in der Bank auf die entsprechende Transaktion klicken und es öffnet sich folgendes Fenster. Hier wählst du die entsprechende Rechnung aus und wählst bei Was ist der Grund für die Differenz von -10,95 € ? den Differenzgrund Skonto aus.


Abschließend klickst du auf Transaktion zuordnen.

Da die Rechnung einen Steuersatz von 19 % beinhaltet, wird die Differenz von 10,95 € durch den Vorgang automatisch im Hintergrund auf 8736/4736 (SKR03/04) Gewährte Skonti 19 % USt erfasst.

Tipp:

Wenn du die Buchung kontrollieren möchtest, werfe einen Blick in die SuSa (beta). Dort wird dir bei erfolgeicher Buchung das entsprechende Buchungskonto angezeigt.

1.2. Skonto in einer Ausgabe erfassen

Du kannst alternativ zur Verbuchung über einen Differenzgrund auch eine Ausgabe erfassen um das Skonto zu verbuchen. In unserem Beispiel verwenden wir das Buchungskonto 8736/4736 (SKR03/04) Gewährte Skonti 19 % USt, welches du in der Kategorie einträgst.

Alle anderen relevanten Eckdaten in den Pflichtfeldern kannst du wie folgt eintragen:

  • Belegnummer: Wir empfehlen dir, hier eine eindeutige Bezeichnung wie z. B. Skonto Rechnung XY zu verwenden.

  • Belegdatum: Dieses setzt du auf den Tag der Zahlung.

  • Lieferdatum: Ist gleich dem Belegdatum.

  • Lieferant: Als Lieferant trägst du den ursprünglichen Kunden ein.

  • Umsatzsteuer: Je nachdem, welchem Steuersatz deine Rechnung unterlag, wählst du den Steuersatz. Bei unserem Beispiel ist der Steuersatz automatisch 19 %.

Hinweis:

Ein Belegbild benötigst du für diesen Vorgang nicht.

Abschließend klickst du auf Fertigstellen und markierst die Ausgabe sowie die Rechnung mit der Zahlungs des Kunden als bezahlt.

2. Erhaltenes Skonto einer Eingangsrechnung

Du überweist deinem Lieferanten aufgrund einer Skontovereinbarung einen verminderten Betrag. Nun hast du eine Differenz zwischen deiner Eingangsrechnung und der getätigten Zahlung. Die Differenz erfasst du nun durch einen Differenzgrund oder einen zusätzlichen Einnahmebeleg als Skonto.

Je nachdem, welchem Steuersatz deine Waren oder Dienstleistungen unterliegen, verwendest du eines der folgenden Konten:

SKR03

SKR04

Bezeichnung

3730

5730

Erhaltene Skonti

3731

5731

Erhaltene Skonti 7 % Vorsteuer

3733

5733

Erhaltene Skonti Einkauf RHB

3734

5734

Erhaltene Skonti Einkauf RHB 7 % Vorsteuer

3736

5736

Erhaltene Skonti 19 % Vorsteuer

3738

5738

Erhaltene Skonti Einkauf RHB 19 % Vorsteuer

3744

5744

Erhaltene Skonti aus Einkauf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe aus steuerpflichtigem innergemeinschaftlichem Erwerb

3745

5745

Erhaltene Skonti aus steuerpflichtigem innergemeinschaftlichem Erwerb

Hinweis:

Bitte spreche dich im Zweifelsfall mit dem Steuerberater ab, welches Buchungskonto bezüglich des Skontos auf deinen Fall zutrifft.

2.1. Skonto durch einen Differenzgrund erfassen (empfohlen)

Du klickst in der Einnahme auf als bezahlt markieren und wählst das angebundene Onlinekonto aus. Alternativ kannst du auch in der Bank auf die entsprechende Transaktion klicken und es öffnet sich folgendes Fenster. Hier wählst du die entsprechende Rechnung aus und wählst bei Was ist der Grund für die Differenz von 10,95 € ? den Differenzgrund Skonto aus.

Abschließend klickst du auf Transaktion zuordnen.

Da die Ausgabe einen Steuersatz von 19 % beinhaltet, wird die Differenz von 10,95 € durch den Vorgang automatisch im Hintergrund auf 3736/5736 (SKR03/04) Erhaltene Skonti 19 % Vorsteuer erfasst.

2.2. Skonto in einer Ausgabe erfassen

Du kannst alternativ zur Verbuchung über einen Differenzgrund auch eine Einnahme erfassen um das Skonto zu verbuchen. In unserem Beispiel verwenden wir das Buchungskonto 3736/5736 (SKR03/04) Erhaltene Skonti 19 % Vorsteuer, welches du in der Kategorie einträgst.

Alle anderen relevanten Eckdaten in den Pflichtfeldern kannst du wie folgt eintragen:

  • Belegnummer: Wir empfehlen dir, hier eine eindeutige Bezeichnung wie z. B. Skonto Rechnung XY zu verwenden.

  • Belegdatum: Dieses setzt du auf den Tag der Zahlung.

  • Lieferdatum: Ist gleich dem Belegdatum.

  • Kunde: Als Kunde trägst du den ursprünglichen Lieferanten ein.

  • Umsatzsteuer: Je nachdem, welchem Steuersatz deine Rechnung unterlag, wählst du den Steuersatz. Bei unserem Beispiel ist der Steuersatz automatisch 19 %.

Hinweis:

Ein Belegbild benötigst du für diesen Vorgang nicht.

Abschließend klickst du auf Fertigstellen und markierst die Einnahme sowie die Ausgabe mit der Zahlung des Kunden als bezahlt.

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