Anbindung von PayPal als Zahlungskonto

In diesem Artikel erklären wir, wie ein PayPal Konto als Zahlungskonto in sevDesk angebunden wird.

Unter "Einstellungen" → "Buchhaltung" →  "Zahlungskonten" →  "Zahlungskonto anlegen", kann der sevDesk Account direkt mit dem PayPal Konto verbunden werden, indem man die Kachel „PayPal“ anwählt:

Der kommende Hinweis wird mit "Konto verbinden" bestätigt:

Es erfolgt eine Weiterleitung auf die PayPal-Seite, wo die PayPal E-Mailadresse eintragen werden muss:

Nach dem Klick auf "Weiter", wird man zur Anmeldung in PayPal aufgefordert:

Die Verbindung PayPal ↔ sevDesk wird bestätigt 

 

Anschließend fragt PayPal nach, ob ihr sevDesk die Berechtigung erteilen möchtet, auf eure PayPal Transaktionsinformationen zuzugreifen. Diese Berechtigung wird benötigt, damit die Zahlungen aus sevDesk heraus abgerufen und automatisch importiert werden können.

Über  "zurück zu sevDesk GmbH" gelangt man direkt zurück in den sevDesk Account, in den Bereich "Zahlungen". Hier wurde das PayPal Konto hinzugefügt:

 

Ist die Einrichtung abgeschlossen, werden deine Transaktionsdaten deines PayPal-Kontos in regelmäßigen Abständen abgefragt und in dein angelegtes Zahlungskonto in sevDesk importiert. 

Beim Import der Transaktionen von PayPal werden die PayPal-Gebühren als eigene Transaktion importiert, damit diese gesondert als Ausgabe verbucht werden können. Mehr Informationen zum Verbuchen von diesen Transaktionen findest du unten im Artikel. Siehe: PayPal Gebühren verbuchen

Daraus ergibt sich, dass in einem angebundenen PayPal-Zahlungskonto viele Transaktionen der Kategorie "Gebühren" importiert werden, da PayPal die Gebühren je Transaktion erhebt. Darum haben wir eine Filtermöglichkeit eingebaut, die gezielt diese Gebühren ausblendet, damit die Übersichtlichkeit beim Verbuchen anderer Geschäftsvorfälle erhalten bleibt. Deine Einstellung für diesen Toggle wird im Hintergrund gespeichert. Zu Beginn eines Monats wird dieser Toggle zum Ein- bzw. Ausblenden der Gebührentransaktionen einmalig auf "Gebühren einblenden" gesetzt. Damit wollen wir verhindern, dass du vergisst diese Gebühren regelmäßig zu verbuchen. 

 

PayPal-Gebühren verbuchen 

Die Gebühren von PayPal verbuchst du am einfachsten gesammelt in regelmäßigen zeitlichen Abständen. Für die meisten User ist die monatliche Verbuchung die naheliegende Wahl. Gehe dazu in die Transaktionsübersicht in deinem PayPal-Konto und öffne die Filtereinstellungen. Die Transaktionen, die Gebühren enthalten, können über den Verwendungszweck "Gebühren" identifiziert werden. Zusätzlich wird unter "Name" der Eintrag "PayPal Inc." zu finden sein. So kannst du eine Verwechslung vermeiden. Vergiss nicht den Toggle auf die richtige Einstellung zu setzen. Hast du durch Eingabe in das Suchfeld die Anzeige auf Gebührentransaktionen eingeschränkt, kannst du über die Markierung einer dieser Transaktionen auswählen, klicke dazu auf den grauen Kreis neben "Offen".

Durch anschließenden Klick auf das blaue Minus neben deiner Auswahl oben links werden alle (offenen) Transaktionen mit negativem Betrag ausgewählt.

 

Siehe Video:

 

Anschließend kannst du über "Transaktionen zuordnen" einen Ausgabebeleg erstellen, auf den du die ausgewählten Transaktionen buchen kannst. 

Hier wird der Gesamtbetrag der ausgewählten Transaktionen bereits übernommen und lässt sich nicht verändern. Als Belegbild kannst du einen Screenshot deiner Gebührenübersicht auf deinem PayPal-Konto verwenden, ein Belegbild ist jedoch optional. Sprich dich am besten mit deinem Steuerberater ab, um Missverständnisse zu vermeiden. Für die Belegnummer empfiehlt sich ein eindeutiger Name, wie „TraGeb-PP_Nov_2020“, den du und dein Steuerberater später gut zuordnen können. Als Lieferant ist in diesem Fall "PayPal" bzw. "PayPal Inc." einzutragen. Der Leistungszeitraum richtet sich nach der von dir gewählten Buchungsperiode, in diesem Fall "01.11.2020 – 30.11.2020". 

Transaktionsgebühren enthalten keine Mehrwertsteuer und können z. B. auf das Buchungskonto "Nebenkosten des Geldverkehrs" (4970 im SKR03 / 6855 im SKR04) gebucht werden. 

Hast du eine Rückerstattung von Gebühren erhalten, so kannst du diese nicht in der Mehrfachauswahl der von dir bezahlten Gebühren verbuchen. Diese müssen gesondert von den Abgängen auf einen Einnahmebeleg gebucht werden, ansonsten kannst du dich an die Schritte oben halten. 

 

Transaktionen in Fremdwährung 

Um Transaktionen in Fremdwährung in die in sevDesk genutzte Währung umzurechnen, legen wir den tagesaktuellen Wechselkurs zugrunde, ausgehend vom Datum der Transaktion. Abweichungen der Wechselkurse zu PayPal ergeben sich aus einer Wechselkursgebühr von bis zu 4%, die von PayPal erhoben wird. Details dazu lassen sich in den AGB von PayPal finden. Deswegen legen wir für diese Abweichung ebenfalls eine Transaktion der Kategorie "Gebühr" an, damit der Saldo, der in deinem Zahlungskonto in sevDesk abgebildet ist, dem tatsächlichen Saldo auf deinem PayPal-Konto entspricht. 

Sollte der Betrag auf der Rechnung also vom Betrag der Transaktion abweichen, liegt das daran, dass Rechnungs- und Zahlungsdatum nicht übereinstimmen. Diese Abweichungen sind als "Erlöse/Aufwendungen aus Kursschwankungen" zu verbuchen. 

Für die Erlöse haben wir z. B. die entsprechenden Konten (2660 im SKR03 / 4840 im SKR04) hinterlegt und für die Aufwendungen die Konten (2150 im SKR03 / 6880 im SKR04).